Novemberreise


Novembermorgen bei Prerow
Novembermorgen bei Prerow

Vom 19. bis 21. November 2016 habe ich meine Tochter in Prerow besucht. Für mich war diese kurze Ostseereise im Spätherbst etwas Neues, denn in dieser Jahreszeit bin ich noch nie dort gewesen. Und ehrlich gesagt: Ich war ganz schön skeptisch, was das Wetter angeht und die Tatsache, dass es nicht mehr allzu lange hell ist. Aber meine Befürchtungen erwiesen sich als unbegründet.

Im Darßwald, November 2016
Im Darßwald, November 2016

Zugegeben, so mancher hätte das Wetter alles andere als gut gefunden. Der dauernde Wechsel vom gleißenden Licht der tief stehenden Sonne zur düsteren Nebelstimmung verbunden mit einem kräftigen Westwind ist nicht jedermanns Sache. Ich hingegen fand das toll. SO habe ich die Ostsee und den Darßwald noch nie gesehen.

 

Überhaupt, der Darßwald, dieses geheimnisvolle, riesige Waldgebiet. Phantastisch! Überwältigend! Erst recht im Herbst bei diesem diffusen Licht, in welchem manchmal alles zu verschwimmen scheint. Meine Tochter führte mich dieses Mal über den Alten Mecklenburger Weg zum Weststrand. Eine neue Tour für mich, die mit uralten Buchen und weiten Blicken über die Buchhorster Maase überraschte. Und dann die Pilze! Meine Güte, ich war hin und weg. Manche von denen waren mir völlig unbekannt.

Ästiger Stachelbart, November 2016
Ästiger Stachelbart, November 2016

Als besonderes Highlight entdeckten wir am Ende unserer Waldwanderung den Ästigen Stachelbart - einen außergewöhnlich schönen und seltenen Pilz. Ich habe fotografiert wie ein Weltmeister, was denn auch der Grund dafür ist, dass die Wesen, die weder Pflanze noch Tier sind, eine eigene Unterrubrik bekommen haben. Tjaaaa. Und ich habe zum ersten Mal ein Moor erlebt. Ja, ich habe es gesehen, gerochen, gespürt und begangen, nicht nur von Ferne einen Blick darauf geworfen. Wir haben nämlich das Große Ribnitzer Moor besucht, um genauer zu sein. Das war ein beeindruckendes Erlebnis, zumal man in diesem Moor den einzigartigen Lebewesen ganz nahe ist.

Pflanzen wie das Torfmoos, der Sumpfporst oder Gagelstrauch oder Rosmarinheide und Wollgras wachsen direkt neben dem Weg. Das düstere, trübe Wetter an diesem Tag tat sein Übriges und tauchte das Moor in eine stille, fast magische Stimmung. Wir waren uns ziemlich schnell einig, dass wir im Frühling oder Sommer wiederkommen. Dann, wenn die meisten dieser Pflanzen blühen und vielleicht sogar eine Kreuzotter unseren Weg kreuzen wird. 

 

Nun aber genug der Worte, denn die Bilder in den Unterrubriken sprechen für sich und ich werde dort noch Dieses und Jenes anmerken. Ich hoffe, die Seiten finden Gefallen.  Viel Spaß beim Anschauen.