Dies und Das


Samenstand des Löwenzahns mit Tautropfen
Samenstand des Löwenzahns mit Tautropfen

Neben den bereits vorgestellten Lebensräumen gibt es natürlich auch solche wie die Steilküsten, die Parkanlagen, die Gärten, Wegränder, Friedhöfe usw. usf. Wer sich für die Botanik Rügens interessiert, wird einfach überall fündig. Mal Allerweltspflanzen wie den Samenstand des Löwenzahns von Tautropfen veredelt, mal Seltenheiten wie den strahlend blauen Großen Ehrenpreis. An den inaktiven Steilküsten des Zickerschen Höfts oder des Jasmunds tobt das pflanzliche Leben geradezu. Nickendes Leimkraut, Maiglöckchen, Salomonsiegel, Echte Goldrute, Sumpf-Herzblatt, Wiesen-Schlüsselblumen, Leberblümchen, Echtes Lungenkraut und Orchideen wie Fuchs´Knabenkraut oder Braunrote Stendelwurz lassen sich hier neben vielen anderen Pflanzen entdecken. Welche Arten ihre Pracht an welchem Ort entfalten, hängt vor allem vom Kalkgehalt der Böden, den Temperaturverhältnissen und natürlich der Jahreszeit ab.

Ebenfalls sehr interessant sind selbstverständlich auch die von Menschen gestalteten Biotope. Der Park zu Putbus zum Beispiel wirkt im Mai wie von Schnee überzogen, weil Millionen Bärlauchpflanzen ihre weißen Blütendolden entfalten. Wandert man weiträumig über Wreechen, Neukamp und Lauterbach um den Park herum, wird man feststellen, dass sich das leckere, gesunde und noch dazu hübsche Zwiebelgewächs bereits weitläufig verbreitet hat, denn immer wieder entdeckt man Bärlauchinseln abseits des Weges. Bei sonnigem Wetter wird man vom knoblauchartigen Geruch des Bärlauches ununterbrochen begleitet. Ein anderes, ebenfalls weiß blühendes Zwiebelgewächs hat wie der Bärlauch auch den Weg aus den Beeten der Menschen in die Natur gefunden: der Nickende Milchstern. Früher gern in Klostergärten angepflanzt, bildet er heute teilweise recht große Bestände an Wald- und Wegrändern, zum Beispiel auf dem Göhrener Nordperd, im Park von Schloss Spyker oder auf dem Gelände der Kirche in Groß Zicker. Unbedingt sehenswert sind außerdem die mit Ginster bewachsenen Hügel des Flieger- sowie des Schafberges auf dem Mönchgut. Die Ginsterheide wird von Trockenrasen durchbrochen, auf denen unter anderem Taubenskabiose, Gemeiner Augentrost, Acker-Witwenblume und Berg-Sandglöckchen ihre Blüten erstrahlen lassen.

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