Landkärtchen (Araschnia levana)


Landkärtchen (Araschnia levana)
Landkärtchen (Araschnia levana)

In meiner Literatur über Schmetterlinge wird das Landkärtchen (Araschnia levana) stets als häufig anzutreffender Falter beschrieben. Das kann ich so nicht bestätigen. Nur dort, wo die Lebensbedingungen für ihn noch gut sind, kann man den sehr prägnant gezeichneten Falter regelmäßig antreffen. Landkärtchen mögen artenreiche Wegränder in feuchten Wäldern, auf denen auch Brennesseln vorkommen, die Hauptnahrungspflanze der Raupen. Für die Entwicklung der Raupen muss die Luftfeuchtigkeit hoch sein und die Futterpflanzen dürfen nicht permanent der Sonne ausgesetzt sein. Daneben müssen ausreichend Blütenpflanzen als Nahrungsquelle für die Falter gedeihen, zu denen zum Beispiel Wasserdost, Giersch und andere Doldengewächse oder Brom- und Himbeeren gehören. Da Staudenfluren an den Rändern von Waldwegen zunehmend mehrmals im Jahr gemäht werden, sind die schönen, kleinen Falter vielerorts inzwischen verschwunden. Dort, wo das Landkärtchen vor einigen Jahren noch zahlreich und regelmäßig zu finden war, hält man heute vergeblich danach Ausschau. Glücklicher Weise kann man es in Staaken noch hier und da, zum Beispiel rings um das ehemalige Krankenhaus noch beobachten. Aber auch hier werden es von Jahr zu Jahr weniger. Die derzeit laufende Umwandlung des Geländes in ein Wohngebiet, lässt befürchten, dass das Landkärtchen in Weststaaken bald Geschichte sein wird. Landkärtchen erscheinen jährlich in zwei Generationen, einer Frühlings- und einer Sommergeneration. Die Falter der Frühlingsgeneration sind oberseits orange- bis braunfarbig, während die der Sommergeneration dunkelbraun bis schwarz gefärbt sind. Die netzartige, kontrastreiche Zeichnung der Flügelunterseite hat dem Landkärtchen zu seinem Namen verholfen.


Landkärtchen der Frühlingsgeneration



Landkärtchen der Sommergeneration



Hauptnahrungspflanze der Raupen


 Große Brennessel (Urtica dioica)
Große Brennessel (Urtica dioica)
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