Christos Konkurrenz: Pfaffenhütchen-Gespinstmotten (Yponomeuta cagnagella)
02. Mai 2022
Alle Jahre wieder, meist ab Ende April tauchen sie wie aus dem Nichts auf: Weiße Gespinste, die oft ganze Sträucher überziehen. In Staaken fallen vor allem Exemplare des Europäischen Pfaffenhütchens (Euonymus europaeus) auf, von denen innerhalb kurzer Zeit nur blattlose, komplett verhüllte Strauchskelette übrig bleiben. Angesichts der Verhüllungsgeschwindigkeit und Genauigkeit würde selbst Christo vor Neid erblassen ...

Frohe Ostern für DAS Ostersymbol, den Feldhasen?
30. März 2022
Weil das Osterfest vor der Tür steht, hab ich mir gedacht, dass ich mal etwas über den Feldhasen (Lepus europaeus) mache, der gemeinhin "Hase" genannt wird. Aber es wird nicht um die Herkunft des Osterfestes und die Göttin Ostera oder die Rolle des Feldhasen dabei gehen. Wann haben Sie denn das letzte Mal einen Feldhasen gesehen? Und ich meine jetzt nicht die viel kleineren Wildkaninchen, die sich in den Berliner Grünanlagen tummeln. Tja, sehen Sie, das ist bestimmt schon ziemlich lange her.

Die Sal-Weide (Salix caprea) - ein Baumleben für die Vielfalt
06. März 2022
An geschützten Stellen stehen sie schon in den Startlöchern: die Salweiden. Zeit, einen Blogartikel aus dem letzten Jahr wieder rauszukramen: Los gehts! Ich glaube, so ziemlich jeder weiß, was auf dem Foto zu sehen ist: Weidenkätzchen. Denn so werden die Frühjahrstriebe der Sal-Weide (Salix caprea) mit den silbrigen, pelzigen Blüten gemeinhin genannt, die sich oft schon im Januar aus den ledrigen, braunen Hüllen wagen.

Die Misteldrossel und der Eichelhäher
23. Januar 2022
In jedem Winter um die Weihnachtsfeiertage herum erscheint in einem Gebiet mit mistelbestandenen, alten Pappeln eine Misteldrossel. Da ich Misteldrosseln bei uns in Staaken nicht allzu häufig zu sehen bekomme, zieht es mich in dieser Zeit immer wieder dort hin. Bis Ende Januar/Mitte Februar bleibt die Misteldrossel in diesem Gebiet und ich nutze die Zeit, um den Vogel zu beobachten und Fotos zu machen.

Tiere am Hahneberg
24. August 2021
Heute geht es um die Tiere am Hahneberg - allerdings ohne die Gefiederten, denn die waren ja schon im April und Mai dran. Es geht um Kaisermäntel, Wespenspinnen, Wildsau und Rotfuchs, streunende Katzen und einige andere Lebewesen, die die beiden Hahneberge sowie die Gegend drumherum zu ihrem Lebensraum auserkoren haben. Zwei Hahneberge? Ja. Genau. Aber dazu kommen wir später. Denn erst einmal geht es um das Tierchen auf dem Foto.

Vogelspaziergänge am Hahneberg: Im Mai
01. Juni 2021
Was für ein Mai! Okay, es war etwas kühl. Aber der wunderbare Anblick des üppigen Grüns und der blühenden Weißdornbüsche vor dem Blau des Himmels war an vielen Tagen mehr als eine Entschädigung. Und erst die Vögel! Was für ein Zwitschern, Flöten, Schnattern, Knarren und Fiepen begleitet vom immer gleichen Ruf des Kuckuckmännchens - ein grandioses Konzert, welches das Herz eines jeden Vogelfreundes höher schlagen lässt.

Es ist Zeit für eine neue Schwanzmeisen-Nest-Geschichte
10. Mai 2021
2017 hatte ich zum ersten Mal ein Schwanzmeisen-Nest entdeckt und zwei Blogartikel darüber verfasst. Mit der Entdeckung dieses Nestes ging für mich ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung und es war eines meiner schönsten und faszinierendsten Naturerlebnisse. Allerdings auch tief berührend, denn die Geschichte ging ja für die Vögel und ihr Nest nicht gut aus. Seither habe ich immer wieder Schwanzmeisen-Nester gesichtet. Und nun ist es Zeit für eine neue Schwanzmeisen-Nest-Geschichte.

Vogelspaziergänge am Hahneberg: Im April
28. April 2021
Wie viele andere Menschen befinde auch ich mich wegen Corona im Homeoffice. Und weil es nicht mein Ding ist, aus dem Bett an den Schreibtisch zu fallen, mache ich am Morgen eine Runde durch Staaken. In gewisser Weise begebe ich mich also auf den Weg zur Arbeit. Das Schöne daran ist, dass ich mir den Weg nun aussuchen kann und nicht Tag für Tag dieselbe Strecke nehmen muss. Und natürlich gehe ich zu Fuß.

Ein Rotfuchs im Schnee
17. Februar 2021
In diesem Februar bescherte ein sogenannter Polarwirbel-Split den Berlinern etwas, was sie schon lange nicht mehr erlebt haben: Schnee, Eis und Dauerfrost. Nachts fielen die Temperaturen unter - 10 Grad und tagsüber blieb es beim Minus vor der Zahl. Und das ging fast zwei Wochen so. Wer raus wollte, musste sich dick einmummeln. Mehrere Lagen Kleidung, Mütze, Handschuhe - sonst war es wegen des eisigen Ostwindes nicht auszuhalten.

Bernstein im Wald - Goldgelbe Zitterlinge (Tremella mesenterica)
03. Januar 2021
Bernstein im Wald? Ja. Genau. Aber es geht mitnichten um das fossile Harz, nach dem man sich am Strand den Hals verrenkt und das im baltischen Raum tatsächlich im Wald gefunden werden kann, sondern um bernsteingelbe Pilze.

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